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Die Geschichte der Graphitlagerstätte Kropfmühl |
| 1870 | Beginn Graphitabbau in Kropfmühl bei Passau, Bayern |
| 1877 | Patent über ein 'Verfahren zur Reinigung von Graphit' |
| 1916 | Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. |
| 1956 | Einsatz moderner Verfahrenstechnik zur Herstellung hoher Reinheitsgrade (bis 99,98%) |
| 1965 | Rohstoffsicherung durch Joint Venture (50%) in Simbabwe |
| 1966 | Zweigwerk in Wedel bei Hamburg zur Abwicklung - Lagern / Mischen - von importierten Rohstoffen |
| 1971 | Erwerb einer Beteiligung (50%) an der Richard Anton KG, München - aktiv in der Aufbereitung und Veredelung von Kohlenstoffträgern |
| 1980 | Erwerb der Edelgraphit GmbH, Bad Godesberg, einem Hersteller von Schmier- und Trennmitteln
auf Graphitbasis Erweiterung und Optimierung der Graphitveredelung im Werk Kropfmühl |
| 1985 | Erweiterung und Modernisierung der Feinmahlungsanlage im Werk Kropfmühl |
| 1993 | ISO 9001 - Zertifizierung der Werke Kropfmühl und Wedel |
| 1997 | Gang an die Börse im Dezember 1997, Geregelter Markt Frankfurt Erwerb einer Beteiligung (30%) an der Mutual Sources Ltd., Hongkong |
| 1998 | Erwerb der RW silicium GmbH, Pocking/Niederbayern, einziger deutscher Hersteller vom
hochwertigem Silicium Erwerb einer Beteiligung (20%) an der Bogala Mine, Sri Lanka |
| 1999 | Erwerb einer Beteiligung (75%) an der Maziva Tyn, Tschechien - einem Hersteller von
hochgereinigten Graphiten sowie Schmier- und Trennmitteln auf Graphitbasis Erwerb von Branwell Graphite Ltd. England (100%) - einem langjährig erfahrenen Anbieter von synthetischen und natürlichen Graphiten |
| 2000 | Mehrheitliche (70%) Übernahme der Mutual Sources Ltd., Hong Kong (100%) Sicherung weiterer Rohstoffquellen in China durch das Joint Venture (80%) Qingdao Kropfmühl Graphite Co. Ltd Mehrheitliche (70%) Übernahme der Bogola Mine in Sri Lanka zur Rohstoffsicherung |
| Jahr | Werke | Arbeiter | Erzeugung in Tonnen |
Erzeugung in Reichsmark |
Wert je Tonne |
| 1913 | 53 | 418 | 12.059 | 265.833 | 22,04 |
| 1926 | 16 | 331 | 14.305 | 492.633 | 34,44 |
| 1927 | 12 | 203 | 17.773 | 614.414 | 34,57 |
| 1928 | 13 | 314 | 17.464 | 525.562 | 30,09 |
| 1929 | 12 | 375 | 21.349 | 514.828 | 24,12 |
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Die Palette reicht von High Tech Produkten für die Raumfahrt bis hin zu ganz alltäglich gewordenen Produkten, wie Kohlebürsten in der Elektromotorenindustrie. Das wohl bekannteste Produkt -der Bleistift- trägt dagegen nur zu 6% zum Umsatz bei. |
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Der Konzernumsatz im Jahr 2001 lag bei 64,2 Millionen Euro, was eine Steigerung von 8,6% zum Vorjahr ausmacht. Vergleicht man die Zahlen aus den Anfängen, so erkennt man den Erfolg des schwarzen Minerals. |
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Das Hauptgestein für die bayrischen Graphitvorkommen ist der Cordieritgneis. Dieser ist besonders typisch ausgeprägt am Rand des Gebietes. Im Norden, Osten und Westen sind diese Gneise von grossen Granitmassiven umgeben. (siehe Abb.)
Frühere Untersuchungen von CLOOS ergaben, daß es sich im Passauer Graphitgebiet um zwei
verschiedene Granitintrusionen handelt. Die Älteren wandelten den Tonschiefer inklusive der
eingeschlossenen Kalke in Gneise, Kalksilikatfelse und kristalline Kalke um. Die jüngeren
Granite durchsetzten die Gneise und Graphitlagerstätten und sind oft "lagerartig" den
kristallinen Schiefer eingeschaltet.
Verschiedene Gesteine sind in Form von Lagern und Stöcken den Gneisen eingeschaltet. So findet
man am Nordende zwei mächtige Stöcke von Hornblendegabbro ( = "Bojit" von WEINSCHENK)
Dasselbe Gestein ( von GÜMBEL als Dorit bezeichnet) tritt auch als lagerförmiger Begleiter der
Graphitlinsen im Lagerkomplex bei Pfaffenreuth und bei Oberötzdorf auf. Bei Pfaffenreuth-
Kropfmühl sind außerdem noch Lager und Gänge eines alkalireichen Hornblendeporphyrs
(= "Vintlit" von ROSENBUSCH) in Begleitung der Graphitlinsen. Nur am Kontakt zum Graphitgneis
enthalten die Gesteine mitgerissene Schollen von Graphitgneis und einzelne Graphitschuppen,
die ebenfalls mitgerissen worden sind.
Weitere Nebengesteine sind titanreiche Syenite, die fast nur aus Orthoklas und wenig Augit
bestehen. Die frischen oder zersetzten Feldspäte dieser Syenite enthalten manchmal Graphit als
Einschlüsse. Ferner ist der körnige Kalk mit idiomorphen Graphitkristallen und zahlreichen
Kontaktmineralien ein häufiges Nebengestein. Kontaktmineralien sind hier: Forsterit, Spinell,
Phlogopit, Pardasit, lagerartiger Augit, Granat, Wollastonit und Chondroit. Sie treten oft an
in solchen Mengen auf, daß Calcit ganz zurücktritt und Silikathornfelse entstehen. |
![]() Geologische Karte des Gebietes um Kropfmühl |
Die wichtigsten Graphitlagerstätten liegen an der nördlichen und östlichen Peripherie der
Cordieritgneise, dazu gehört auch die Lagerstätte Pfaffenreuth-Kropfmühl im Norden. Das Aussehen
des Graphites ist hier eher großschuppig. Die Gestalt der bayrischen Graphitlagerstätten sind
rasch auskeilende Linsen und "Putzen". Dabei liegen die Linsen parallel und bilden sich weit
erstreckende Lagerzüge. Die Mächtigkeit der Linse wechselt und bildet eine komplizierte
Geologie. Der hier vorkommende Graphit ist mit Biotit verwachsen.. In Feldspat oder Quarz
eingeschlossene Graphitblättchen sind dagegen selten. Charakteristisch für diese Lagerstätten
ist auch das Vorkommen von Rutil und als ständiges Gemengteil beziehungsweise als kleine Adern
Pyrit in den graphitführenden Gneisen. Jedoch drückt ein zu hoher Pyritanteil den Wert der
Graphites. Der Schwefel stört die Qualität der Schmelztiegel und es kommen zusätzliche Kosten
durch Verhärtung des Gesteins durch den höheren Pyritgehalt dazu. Durch Rösten läßt sich der
Pyrit beseitigen.

Die häufigsten Zersetzungsprodukte sind Kaolin und Eisenoxidhydrosilikat in Form des Nontronits.
Kaolin wurde nur in früherer Zeit neben dem Graphit abgebaut.
Die Graphitflocken müssen so groß wie möglich sein. Hier sind es Größenbereiche um die 1 bis
2mm. Der Rohgraphit wird durch Aufbereitung zu einem Kohlenstoffgehalt bis auf über 90%
gebracht. Die älteste Methode ist dabei die Trockenaufbereitung. Nach der Zerkleinerung und
dem Mahlen wurde der Graphit bei 400 bis 500 °C geröstet.So wurde er vom Schwefel befreit.
Man erhält Flinz von 80 bis 95 % Kohlenstoffgehalt.
Die Nassaufbereitung erfolgt nach dem Schwimm- und Flotationsverfahren. Der Rohgraphit wird
zunächst fein zerkleinert. Anschliessend kommt er in ein mit angewärmten Wasser aufgefülltes
Rührwerk. Nebenbei setzt man dem Wasser Flotationsöl hinzu und komprimierte Luft wird
eingepreßt. An den Ölluftblasen gelangen die Graphitflocken nach oben und werden anschließend
abgeschöpft. Durch Rösten wird das Flotationsöl entfernt und gleichzeitig getrocknet.
Ein weiteres Verfahren erreicht Kohlenstoffgehalte von 99,9%. Der Graphit wird thermisch
gereinigt und teilweise mit Fluß- und Schwefelsäure aufgeschlossen. Dieser hochwertige Graphit
wird nur in geringen Mengen produziert und enthält nur 30 Nebenprodukte wie Eisen und Kalk.
Ist es Kundenwunsch, kann auch Eisen herausgefiltert werden. Eine Tonne dieses Graphites
kostet 1000 bis 1500 Euro.
Es werden jährlich 20 Tonnen Graphit in der Graphit Kropfmühl AG "hergestellt"