Outdoor ABC |
Allgemeiner Teil |
Die folgende Liste soll einen kleinen Überblick über Dinge liefern, die ein angehender Student
der Geologie bzw. ein Outdoor-Freund so nach und nach sein Eigen nennen sollte und was man nicht
wirklich braucht für das Überleben "im Felde".
Die Übersicht ist in kürzester Zeit entstanden und weisst sicherlich noch die eine oder andere
Lücke auf. Falls irgendjemand von euch noch einen Tip für uns oder die Allgemeinheit hat dann
sagt bzw. schreibt uns und wir werden ihn
in die Liste aufnehmen. Schaut auf jeden Fall immer mal wieder rein, denn hier kommt sicher
immer wieder etwas dazu.
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Apotheke
Hier nur einige Tips, was in deine Reiseapotheke auf jeden Fall hineingehört. Sicherlich musst
du sie von Fall zu Fall an das Reiseziel und die Jahreszeit anpassen. Eine gute Sonnenschutzcreme
brauchst schliesslich nicht, wenn du im Herbst in unseren Breiten unterwegs bist, aber sehr wohl
bei Touren in grosse Höhe oder im Sommer. Magentropfen und Kohletabletten gegen Durchfall
sind vor allem dann ein Muss, wenns in Gefilde mit schlechteren Trinkwasser und anderen
Ernährungsgewohnheiten geht.
Krampflösende Schmerztabletten gegen Kopf- und Gliederschmerzen sollten immer dabei sein.
Pflaster in verschiedenen Formaten und sonstiges Verbandsmaterial, z.B. eine Elastikbinde
um auch mal notfalls einen Stützverband für den umgeknickten Knöchel anlegen zu können,
sollten auch nicht fehlen. Wenn wir schon beim Thema sind, dann möchte ich an dieser Stelle
bei anstrengenden Touren eine Sportsalbe gegen Muskel- und Gelenkbeschwerden empfehlen.
Wer anfällig für Blasen an den Füssen ist, sollte die Problembereiche vorbeugend mit Tape
abkleben oder wenigstens für die Nachsorge ein paar Blasenpflaster und Wundsalbe dabei haben.
An unsere kleinen netten Tierchen, die Zecken, solltest du auch denken und für alle Fälle
eine Zeckenzange einpacken. In grossen Teilen Europas ist eine Impfung mehr als
empfehlenswert.
Auslandskrankenschein
Ein absolutes Muss bei Touren ausserhalb der Landesgrenzen, denn ob zuhause oder im Ausland, krank kann man immer mal werden und Unfälle passieren auch jenseits von Deutschland. Einen normalen
Auslandskrankenschein bekommst bei deiner gesetzlichen Krankenkasse. Jedoch nützt ein solcher Schein
nur in Ländern etwas, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, außerdem werden vereinzelt
erhebliche Eigenanteile verlangt.
Auf der sicheren Seite bist du wenn du zusätzlich eine private Auslands-Krankenversicherung
abschliesst, im härtesten Fall übernimmt diese auch die Kosten für einen Rücktransport nach
Deutschland. Wenn du Fragen zum Thema Krankenversicherung im Ausland hast, schau einfach mal bei Travelmed rein.
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Besteck
Das wichtigste überhaupt ist ein scharfes, stabiles Messer! Es muß nicht gleich eins im
Crocodile Dundee Format sein. Meistens reicht ein Klappmesser, z.B. ein Schweizer Messer.
Es hat den Vorteil, dass es auch über weitere Funktionen, wie Flaschenöffner (ganz wichtig,
nicht nur für Geologen!) oder einen Dosenöffner verfügt, beides auch in der
Linkshändervariante verfügbar! Die Bedienung des Dosenöffner(egal ob Links- oder
Rechtshänder) hat sich allerdings oft als sehr schwierig erwiesen. Besser mal zuhause üben!
Des weiteren sollte man auch an Gabel und Löffel denken. Da empfiehlt sich das gute alte
Bundeswehrbesteck, was es auch in ähnlicher Form in jeder Campingabteilung gibt.
Zusammengesteckt ist es platzsparend und man hat alles beieinander. Der bereits oben
erwähnte Dosenöffner wird gern vergessen, ist aber nicht zu unterschätzen, vor allem, wenn
man eine Menge Dosen ohne eigene Öffnungsvorrichtung hat! Man stelle sich nur das Szenario
vor, du puckelst 5 Kilo Nahrung ins Gelände und stirbst dennoch den Hungertod.
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Zu den Dingen, die man nicht wirklich braucht gehören zweifellos die meisten Campingmöbel. Wenn es die Umstände zulassen, dann verwende ich ganz gern einen Campinghocker, da man gerade beim Essen nicht so zusammengekauert auf dem Boden sitzen muss. Ein leichter aber stabiler Campingtisch gehört wo eher zum grösseren Exkursionsequipment und sollte vom Veranstalter bei bedarf organisiert und vor allem transportiert werden. Die grossen Klappstühle sind wohl eher etwas für den heimischen Balkon. |
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Digitale Fotos
Zu den meisten Geländeseminaren und Exkursionen musst du einen Bericht ausarbeiten, der
natürlich an passender Stelle auch mit Fotos verfeinert werden sollte. Ja, sicher das
schreit regelrecht nach einer digitalen Kamera, denn wer klebt heutzutage schon noch
richtige Fotos in seinen Bericht. Doch, dass ist wieder einmal eine Geschmacks- und
Geldfrage. Geeignete digitale Kameras (3 Megapixel+ und mit jeder Menge Speicher) sind nicht
gerade billig und für längere Ausflüge braucht man entweder jede Menge teure Speichermedien
oder man schleppt gleich noch einen Laptop mit ins Gelände. Im Zeitalter, der
Flachbettscanner an fast jedem Computer reicht eine normale Quicksnap in den meisten Fällen
noch aus. Es ist jedoch ein ein Vorteil, wenn die Kamera, digital oder nicht, mit einem
brauchbaren Zoom ausgestattet ist.
Siehe auch Fotos
Duck-Tape
Spätestens seit McGyver wissen wir um den unschätzbaren Nutzen einer Rolle Klebeband. Spass
bei Seite, ordentliches Klebeband, kann man im Gelände immer mal gebrauchen und man trägt
sich in der Regel nicht lahm daran. Es eignet sich auch sehr gut um Blasen vorzubeugen.
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Feldbuch
Beim Kauf deines Feldbuches, solltest Du in erster Linie darauf achten, dass es (a) aus etwas
dickerem Papier besteht, damit es sich bei Regen nicht gleich in seine Einzelteile auflöst, und (b)
möglichst handlich ist. Meiner Meinung nach stellt DIN A5 eine gelungene Mischung zwischen
Handlichkeit und Seitengrösse dar. Bei meinen Zip-Hosen passt das Feldbuch ohne Probleme in die
Seitentaschen und ist so immer griffbereit. Für Messungen mit dem Geokompass dient die das Feldbuch
oft als Flächenverlängerung und sollte deshalb einen starren Einband besitzen. Bei verschieden
Händlern kannst du auch "professionelle" Feldbücher erstehen, die zwar äusserst strapazierfähig sind,
jedoch sehe ich irgendwie kein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis für ein Buch was fast 10mal teurer ist
als die Alternative aus dem Schreibwarenhändler von nebenan.
Du solltest auf jeden Fall mit Bleistift oder mit anderen wasserfesten Stiften schreiben. Die besten
Notizen sind nichts wert wenn sie nach dem ersten Regenguss oder einem unfreiwilligen Bad unleserlich
sind.
Achtung: Es gibt wenige Dinge die ein Geologe hütet wie seinen Augapfel. Das Feldbuch gehört
definitiv dazu.
Fernglas
Ein Fernglas im Feld ist nicht nur etwas für Ornitologen, sondern spätestens zur Kartierung fast
schon ein Muss für jeden Geologiestudenten. Dabei sollte es nicht Opas riesiger Feldstecher, sondern
ein kleines, aber leistungsstarkes Fernglas im Hosentaschenformat sein. Zu vielen Exemplaren bekommt
man meist eine kleine Gürteltasche mitgeliefert. Mein Spannerwerkzeug ist ein NIKON-Sprint III 10x21 /
5°, welches ich von meiner lieben Anja zu Weihnachten bekamund es hat mich auf meiner Kartierung in
den Alpen vor einigen unnötigen Kraxeleien bewahrt und mir schon auf gewisse Entfernung offenbart,
das es sich bei dem vermeintlichen Aufschluss nur um einen Baumstumpf o.ä. handelt.
Fotos
In vielen Exkursionsberichten wirst du Aussagen mit Fotos belegen müssen, das macht sich mit Fotos in
digitaler Form am einfachsten. Nun stellt sich die Frage, ob du die Fotos auf konventionelle Weise
und danach einscannen oder gleich digital machen möchtest.
Bei der konventionellen Methode musst du zwischen Dias oder Fotos wählen. Ich verwende meist ganz
normale Fotos, da ich erstens eine Scanner besitze und somit die Fotos ohne grosse Problem
digitalisieren kann und zweitens einfach auf das gute alte Foto und Fotoalben stehe. Mit Dias habe
ich keine grösseren Erfahrungen gesammelt. Man hört immer wieder das ein Farbdia eine bessere
Farbwiedergabe besitzen soll, jedoch ist es nicht so trivial ein Dia zu digitalisieren, da Diascanner
immer noch ein Rarität darstellen.
Am unkompliziertesten ist eine handliche Kompaktkamera vorzugsweise mit Zoom. Sie nimmt wenig Platz
weg und ist auch relativ erschwinglich. Wenn Packmass und Gewicht egal kann's auch die gute
Spiegelreflexkamera sein und wenn du's auf die Spitze treiben willst und die finanziellen
Möglichkeiten hast, schraub gleich noch das 300er Objektiv drauf, dann sparst du dir eine Menge
Fussarbeit.
Für den Normalgebrauch verwende ich eine "CANON-m-II"
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Geologenkompass
Geschirr
Bei Teller und Trinkgefäß sind der eigenen Phantasie keine Grenzen gesetzt! Man sollte nur
darauf achten, dass es stabil und Wetterfest ist. Geschirr aus Kunststoff, Edelstahl oder
Emaille hat sich bisher immer gut bewährt! In der Regel reicht ein tiefer Teller und ein(e)
Becher/Tasse aus. Wer morgens nicht auf gefilterten Kaffee verzichten möchte, sollte auch an
Filter und Filtertüten denken! In Outdoorläden gibt es da verschiedene Varianten für's
Gelände, aber die alltäglichen Filter, für rund 2 Euro, für handgefilterten Kaffee tun es
auch. Es gibt, z.B. von Trangia, Wasserkessel in verschiedenen Größen. Sie sind nicht
unbedingt notwendig, aber ein nettes Accessoire und ideal zum Kaffee oder Tee kochen. Es
empfiehlt sich auch mehrere Kochgefäße mitzunehmen und vielleicht zwei Kocher, damit man
Nudeln, Reis o.ä. gleichzeitig mit der Sauce zubereiten kann. So kann man das Essen (gleich-)
warm genießen! Wichtig sind auch Behälter für die angefangenen Lebensmittel. Aludosen in
verschiedenen Größen sind stabil und praktisch. Aber auch luftdichte Kunststoffdosen
(muss nicht Tupper sein!) sollten im Gepäck nicht fehlen!
Eine TRANGIA - Kochgeschirr-Spirituskocher Kombination
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Kartierbrett
Kleidung (allgemein)
Kocher
Auch beim Kocher scheiden sich die Geister. Es gibt im wesentlichen 3 verschiedene Brennmittel:
Gasgemische (meist Butan/Propan), Flüssigbrennstoffe (Spiritus, Alkohol oder Benzin) und Feststoffe (
Brennpasten oder Brenntaps).
Bei Gaskochern ist der Kocher selbst meist sehr klein und nimmt ohne Kartusche so gut wie keinen
Platz weg. Der knifflige Punkt ist hier die Wahl der Kartuschen. Stechkartuschen sind meist sehr
preiswert, aber ohne Ventiladapter kann man Kocher und Kartusche nicht zwischenzeitlich voneinander
trennen und die meisten Kartuschen reichen doch für einige Stunden. Schraubkartuschen kann man nach
dem Betrieb ohne Probleme wieder entfernen aber du solltest auf jeden Fall auf ein weitverbreitetes
oder sogar universelles Kartuscheformat achten. Wenn du schon auf Gaskartuschen setzt, dann hast du
auch die Möglichkeit eine passende Gaslampe zu betreiben.
Achtung Romantiker: Die meisten Gaskocher verströmen den akustischen Charme eines Flugzeugtriebwerks.
Spiritus-, Benzin- und Petroleumkocher gibt es schon sehr lange. Sie sind robust, meist einfach
konstruiert und fast in allen Lagen einsetzbar. Die Brennmittel gibt es an jeder Tankstelle bzw. in
jedem Supermarkt oder Drogerie. Für den Transport empfehle ich Brennstoffflaschen.
Tipp: Falls der Spirituskocher zu viel russt, einfach etwas Wasser dazu geben.
Feststoffkocher sind eher etwas für den Notfall, in der Regel nehmen sie sehr wenig Platz ein und die
Paste bzw. die Tabletten kann ohne weiteres transportieren oder lagern.
Meine persönliche Ausrüstung besteht aus einem grossen TRANGIA-Sturmkocherset, welches mit
Brennspiritus betrieben wird, aber auch mit einem Petroleum- oder Gasadapter versehen werden kann.
Das schöne hierbei ist das kompakte Packmass von Kochgeschirr, Windschutz und Kocher.
Kopfbedeckungen
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Lampen
Eine praktische und vor allem auch zelttaugliche Beleuchtung ist wichtig, wenn man nicht mit bei
untergehender Sonne in den Schlafsack kriechen möchte.
Petroleumlampen sind i.R. sehr robust und haben mit eine sher lange Brenndauer. Bei den meisten
Lampen ist der Transport der schwierige teil, da sie meist sehr sperrig sind und bei Schräglage zum
auslaufen neigen, sind sie für eine Trekkingtour eher ungeeignet, ausserdem sollte man das Petroleum
in Brennstoffflaschen transportieren. Wenn ich jedoch einen festen Campingplatz und ein Fahrzeug zur
Verfügung habe, ist meine Petroleumlampe die erste Wahl, das Licht ist einfach wunderbar.
Für Benzinlampe gilt eigentlich das gleiche wie für Petroleumlampen, ausser das sie nicht zu meiner
engeren Wahl gehören. Sie sind sicherlich sinnvoll wenn man als Brennstoff für den Kocher auch schon
Benzin verwendet.
Kerzenlampen sind demgegenüber sehr klein und lassen sich gut transportieren. Da sie eine spezielle
Kerzenform brauchen sind sie im Unterhalt nicht gerade billig, ausserdem neigt der Federmechanismus
einiger Modelle, nach Stössen oder Umfallen zum verkleben und muss oft vom Parafin gereinigt werden.
Für das UCU-Candle-Light gibt es auch einen batteriebetriebenen LED-Einsatz.
Gaslampen sind sinnvoll, wenn man schon Gaskartuschen für den Kocher mit sich herumschleppt. Sie sind
eine saubere Geschichte und bieten eine gute Lichtleistung.
Einige Taschenlampen können auch als Zeltbeleuchtung eingesetzt werde, jedoch sind hier die Batterien
das leidige Problem. LED-Lampen sind zwar etwas teurer aber die Batterien reichen ewig.
Lupe
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Taschen- und Kopflampen
Normale Taschenlampen gibt es in unterschiedlichster Form. Die Wahl der Form ist meist reine
Geschmackssache. Für Camping- bzw. Trekkingtouren sollte die Lampe nicht zu sperrig und vielleicht
kombiniert auch als Zeltbeleuchtung einsetzbar sein. Wer gleich noch eine Waffe zur
Selbstverteidigung braucht (der Geologe hat in der Regel ja noch seinen Hammer dabei) sollte sich
eine grössere Maglight-Taschenlampe zulegen. Wer des nächtens farbige Signale geben will ist mit
einer Bundeswehrtaschenlampe gut bedient. Zum Bewegen im Camp reicht eine geringere Leuchtweite
völlig aus um beim nächtlichen Ausflug zum urinieren den Zeltleinen und Wurzel auszuweichen.
Bei Kopflampen stellt sich auch die Frage, welche Reichweite benötigt wird. Im Camp bei Nacht oder
bei Reparaturarbeiten im dunklen Motorraum reicht die einfachste Variante ohne speziellen Reflektor
völlig. Auch bei LED-Lampen tut es eine mir 3 LEDs. Der grosse Vorteil ist, dass beide Hände frei
sind. Für Höhlentouren sollte die Leuchtkraft schon ein bisschen stärker sein. Die Wahl zwischen
normal oder mir LED ist weniger eine finanzielle Frage als eine des besseren Stromverbrauchs. Die
Lichtausbeute pro Batteriesatz ist bei LED-Lampen mehr als 10mal grösser, ausserdem ist die
Lebensdauer einer LED nahezu unbegrenzt. Für den Notfall habe ich immer eine Maglite Mini (60g / 14cm
lang) dabei.
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Verpflegung
In erster Linie sollte man sich darüber klar sein, dass man im Gelände (auf Touren die länger,
als einen Tag dauern) meist keine Kühlgelegenheit in der Nähe hat. Dementsprechend ist man in
der Auswahl der Verpflegung etwas eingeschränkt. Leicht verderbliche Sachen sollten also sofort
verbraucht, oder gar nicht erst besorgt werden! Es gibt zwar Kühltaschen, aber auch die
Kühlakkus halten nicht ewig. Auf Campingplätzen gibt es jedoch meist die Möglichkeit seine
Lebensmittel oder zu mindest die Akkus zu kühlen. Es ist ratsam schon zu Hause und im Vorrat
einzukaufen, denn man hat nicht immer Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Gerade im Ausland
weiß man oft nicht, was man da eigentlich angeboten bekommt und teuer ist es auch meist! Dosen,
Tetrapacks und andere Kunststoffverpackungen würde ich Glasbehältern vorziehen. Sie sind
stabiler, wiegen meist weniger und lassen sich oft besser verstauen. Da sie nach dem Öffnen
meist nicht wieder verschließbar sind, sollte man an Aufbewahrungsbehälter denken!
Räucherwaren, wie Salami oder Räucherschinken sind sehr gut geeignet. Auch Käse hält sich
ungekühlt einige Tage. Für Süßmäuler sind Schokocremes und Marmeladen ideal. Brot sollte am
besten nicht vorgeschnitten sein, da es sonst schnell austrocknet. Als Basisessen empfehlen
sich Nudeln oder Reis. Lässt sich schnell zubereiten, ist haltbar und auch noch preiswert! Für
die Saucen haben sich passierte Tomaten im Tetrapack bewehrt. Sie lassen sich wunderbar mit
Instantpulvern, z.B. von Maggi fix, Knorr fix o.ä., würzen. Wer allerdings mehr auf
Sahnesaucen steht, kann die Instantpulver auch mit Kondensmilch oder Sahne verfeinern, wobei
sich die Kondensmilch länger hält. Thunfisch in Dosen ist auch immer ein Renner, für Saucen
oder einfach als Snack zwischendurch. Ganz wichtig sind Gewürze! Salz und Pfeffer sollten
niemals fehlen! Ansonsten gibt es da keine Einschränkungen! Ratsam ist es auch einen Kanister
o.ä. mit Trinkwasser mitzunehmen, denn das ist grad beim Wildcampen oft knapp bemessen! Wasser
aus Flüssen oder Seen sollte stets vor Gebrauch abgekocht werden!
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Wanderstöcke
Wanderstöcke brauchst du für Ausflüge in die Norddeutsche Tiefebene sicherlich nicht, aber es ist sehr
wahrscheinlich, das ein Trekkingfreund oder Geologiestudent auch mal in Gebiete mit grösserer
Reliefenergie gerät. Es hat nichts mit dem Alter zu tun, aber ab gewissen Hangneigungen ist man
vierfüssig einfach schneller. Die wichtigsten Punkte bei der Wahl des richtigen Stockes, sind Form
und Material des Griffes, Gewicht und vor allem die Stabilität und einfache Bedinung der
Teleskopkonstruktion.
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Dein Dach über dem Kopf im Gelände. Hier solltest du nicht am falschen Ende sparen und auf
Qualität achten. Ich will damit nicht sagen, das teurer auch automatisch besser bedeutet.
Jedoch solltest du dich im Zweifelsfall vertrauensvoll an Fachgeschäfte wie Globetrotter
oder Kraxel usw. wenden, auch da gibt es preiswerte und gute Ware und eben eine gute
Beratung. Allgemein bewährt haben sich Kuppelzeltkonstruktionen mit eingehängtem Innenzelt
(s. Abb.) Erstens ist dabei die Belüftung im Innenraum optimal und zweitens, kann man bei
sehr guten Witterungsbedingungen auch schon mal auf das Aussenzelt verzichten. Da der
Standplatz auch schon mal etwas steiniger sein kann sollte man für solche Fälle eine
passende Zeltunterlage verwenden, um den wertvollen Zeltboden vor Beschädigungen zu
schützen. Auch hier ist besonders bei Wanderungen mit Sack&Pack das Gewicht zu bedenken.
Ein Kuppelzelt für zwei Personen der Preisklasse bis 250 Euro bringt da schon mal 4-5 kg
auf die Waage. Die Untergliederung des Gestänges gibt in den meisten Fällen das Packmass
vor. Im Kofferaum eines Autos stört ein 80cm-Paket nicht, aber auf dem Rucksack fällt die
Verbreiterung schon ins Gewicht.