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Conodonten


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Übersicht

Das 'Conodontentier'

References


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Überblick

Conodonten sind zahnartige, lamellar aufgebaute Mikrofossilien von ca. 0,14 - 4 mm Grösse, wobei die meisten zwischen 0,2 - 0,5 mm liegen. Man findet sie vor allem in Karbonatgesteinen wie Kalkstein oder Dolomit. Die Conodonten bestehen aus Calciumphosphat (Apatit). Sie sind die Überreste eines bisher unbekannten (Chorda-)Tieres. Man unterscheidet Einzahn-, Zahnreihen- und Plattformconodonten. Da man die Zähnchen meist nur einzeln findet, handelt es sich bei der Einteilung der Conodonten um eine Parataxonomie auf der Basis einer reinen Formunterscheidung.

Plattformconodont - Neogondolella haslachensis
Erdzeitalter: Trias (mo)
Fundort: Mittellandkanal bei Sehnde (Niedersachsen, Hannover)

Conodonten gab es vom Kambrium bis hinein in die Trias. Sie sind vor allem für das Paläozoikum ein wichtiges Leitfossil. Gründe hierfür sind:

Sie sind sehr häufig vorhanden und einfacher und häufiger auffindbar als z.B. Ammoniten.

Sie sind relativ klein und sind somit auch in Bohrproben zu finden und bestimmbar.

Sie hatten einen schneller Formenwandel und begünstigen somit eine stratigraphische Feingliederung.

Durch die Tatsache, dass es sich um pelagische Tiere handelte wurde eine schnelle Verbreitung bestimmter Arten/Gattungen weltweit begünstigt.

Sie sind nicht an bestimmte Faziesräume gebunden, d.h. sie kommen zwar meist in Karbonaten vor, sind aber auch in Schiefern zu finden.

Der Clou, man kann Conodonten auch in metamorphisierten Gesteinen finden.

Durch Temperatureinwirkung kommt es zu einer Farbänderung der Conodonten. Die Färbung reicht von gelb, hellbraun bis hin zu schwarz. Je nach Versenkungstiefe oder thermischer Beanspruchung durch einen benachbarten Pluton, reagieren die Conodonten in den Gesteinsschichten mit unterschiedlichen Farbwerten. An den Farbwerten lässt sich der Grad der Inkohlung ablesen. Conodonten, die mit einer Temperatur von 500°C überprägt wurden sind weiss und bei einer Temperatur von 900°C klar, durchscheinend.


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Das 'Conodontentier'

Mikrostrukturen auf der Zähnchenoberfläche lassen die Vermutung zu, das dies der Abdrücke von Gewebe seien, welches die erhaltenen Zähnchen zeitweise bedeckte. Ein weiteres Indiz ist die Lamellenstruktur auf den Zähnchen.

Rekonstruktionen eines Conodontentiers. Alle Beispiele sind ca. 4 cm lang.



(a) nach Aldridge & Purnell (1996)
(b) nach Discover (1996)
(c) nach Purnell et al. (1995)
(d) nach Purnell (1995)
(e) nach Aldridge et al.(1993)

Das "Conodontentier lebten teilweise flachmarin (neritisch) und überwiegend tiefmarin (pelagisch).

Man vermutet sogar, das die Conodonten eine räuberische Lebensweise hatten, da sie ihre "Zähnchen" scheinbar, durch Überschichten mit Apatit, reparieren konnten.


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References

Literatur

Aldridge, R. J., Briggs, D. E. G., Smith, M. P., Clarkson, E. N. K., & Clark, N. D. L., 1993. The anatomy of conodonts. Philosophical Transactions of the Royal Society of London, Series B, 340, 405-421.

Briggs, D. E. G., Clarkson, E. N. K., & Aldridge, R. J., 1983. The conodont animal. Lethaia, 16, 1-14.

Aldridge, R. J., & Purnell, M. A., 1996. The conodont controversies. Trends in Ecology and Evolution, 11, 463-468.

Forey, P., & Janvier, P., 1994. Evolution of the early vertebrates. American Scientist, 82, 554-565.

Picture blood on its teeth. Discover, 17, 45 (1996).

Purnell, M. A., Aldridge, R. J., Donoghue, P. C. J. & Gabbott, S. E. 1995: Conodonts and the first vertebrates. Endeavour 19, 20-27.

Purnell, M. A. 1995: Large eyes and vision in conodonts. Lethaia 28, 187-188.


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